Was ist denn Unihockey?

 

1 Unihockey - ein Spiel für Jeden!

2 Unihockey im Vorschulalter, Schule und Verein

3 Unihockey in Deutschland

4 Daten und Fakten - Unihockey national und international

5 Das Material

6 Kleine Regelkunde

7 Unihockey Großfeld

8 Unihockey Kleinfeld

9 IFF-Förderprogramm für Deutschland

10 Unihockey International

 

 

1 Unihockey - ein Spiel für Jeden!

 

UNIHOCKEY (UNIversell einfaches HOCKEY) „…fetzt“, „…ist große Klasse“, „…macht Feez“, „…ist einfach g… .“ So und ähnlich lauten die Urteile zahlloser Kinder und Jugendlicher, denen ihre Sportlehrer oder Übungsleiter den Zugang zu diesem rasanten Spiel mit dem kleinen weißen Lochball und den leichten Plastikschlägern ermöglicht haben. An immer mehr Schulen in Deutschland ist Unihockey ein absoluter Renner: Temporeich, attraktiv, verletzungsarm, mit einfachen und verständlichen Regeln versehen und wirklich jede(r), egal ob groß oder klein, dick oder dünn, alt oder jung,  groß oder klein, weiß, schwarz, gelb oder braun, kann es sofort spielen. …und das mit Erfolgsgarantie!! In dieser Einfachheit liegt zugleich die Genialität dieses Spieles begründet. Viele Sportlehrer, Übungsleiter und Trainer loben das konditions- und koordinationsfördernde Mannschaftsspiel, bei dem Teamgeist ganz groß geschrieben wird, in den höchsten Tönen. Zudem bieten mehrere Spielvarianten allen Interessierten entsprechend ihrer Neigungen und sportlichen Zielstellungen Spaß, Freude und Erfolgserlebnisse von Anbeginn. Mit der Aufnahme des Trainings- und Wettspielbetriebes werden die spieltechnischen Fertigkeiten , konditionellen und koordinativen Fähigkeiten weiter entwickelt.

Die hierzulande noch junge Sportart wird dem wissbegierigen Laien gern als eine „Mischung aus Eis- und Feldhockey gepaart mit den Fairness-Regeln des Basketballs“ vorgestellt. Die Verwandtschaft ist nicht zu verkennen. Dennoch hat das äußerst schweißtreibende Spiel einen eigenständigen Charakter entwickelt und gilt unter den Aktiven als „Droge“, der aber nur positive Wirkungen bescheinigt werden! Kein Wunder – gehört doch Unihockey (oder Floorball - so die internationale Bezeichnung) zu den sich gegenwärtig weltweit am schnellsten verbreitenden neuen Mannschaftsspielen.

 

 

2 Unihockey im Vorschulalter, Schule und Verein 

Wie kein anderes Mannschaftsspiel ist Unihockey dazu geeignet, bereits die Kleinsten mit Spielgerät und Ball vertraut zu machen. Mit dem 3. Lebensjahr können die Mädchen und Jungen bei ihren Freizeitaktivitäten bzw. in den Bewegungsstunden der Vorschuleinrichtungen mit dem Unihockeysport beginnen. Was mit einfachen Übungen startet, wird alsbald mit motorischen Fortschritten und einer großen Begeisterung seine Fortsetzung finden. Immer mehr Kindergärten und Unihockeyvereine beginnen bereits im Vorschulalter mit dem regelmäßigen Spielangebot „Unihockey“.

Insbesondere im frühen Kindesalter wird mit dem Unihockeyspiel die motorische Ontogenese der Mädchen und Jungen positiv beeinflusst. Im Umgang mit Unihockeystock und -ball werden vielfältige Bewegungsformen erlernt und vervollkommnet sowie erste Bewegungskombinationen angeeignet. Dabei wirkt sich insbesondere die erforderliche Laufintensität des Spieles positiv auf die gesamte sportliche Entwicklung im Vorschulalter aus. Spielerisch, freundvoll und kinderleicht erleben und erlernen die Kleinsten die Grundtechnik der Sportart. 

 

Über den Weg von Projekten „Schule und Verein“ nutzen beide Seiten bereits in der Grundschule immer mehr die kooperativen Möglichkeiten zu einem attraktiven Freizeitangebot für die Mädchen und Jungen.

Über zahlreiche Talentecamps erhält darüber hinaus der begeisterte Nachwuchs Kontakt und Anschluss an das Leistungsniveau in den Vereinen und Landesverbänden.

 

Unihockeyregeln und Tipps beim Üben mit den Kleinsten

-          Der Unihockeyschläger bleibt am Boden - nicht über Kniehöhe schwingen!!

-          Wir schlagen nicht auf andere Unihockeystöcke!

-          Die Kelle beschützt den Ball!

 

Tipps zur Organisation

-          Jedes übende Kind/Schüler soll/muss einen Unihockeyschläger und Ball haben!

-          Bewegungsraum, Freizeitzimmer oder Freifläche ist ausreichend!

-          Erst einmal „toben“ lassen, aber Regel Nr.1 beachten: Der Unihockeyschläger wird bodennah geführt!

-          Markierungen/Kegel aufstellen und Lauf-, Dribbel- und Hindernisparcours entwickeln.

-          Übungen mit Torschuss abschließen lassen!

-          Dribbeln üben! ...d.h. Ball mit beiden Seiten des Schlägers spielen bzw. führen, „Vor- und Rückhand“ spielen.

-          Zuspielen üben! „Maria“ spielt zu „Jonas“ und der spielt den Ball zurück!

-          Kleine Staffelspiele entwickeln, z.B. um die Mitspieler im Slalom laufen, den Ball durch die gespreizten Beine der anderen Kinder spielen, die Spielmaterialien in einer Pendelstaffel übergeben, ...wer schießt die meisten Tore!?

-          Erste Vergleichsspiele innerhalb der Kitas und Grundschulen, später gegeneinander organisieren.

-          Mit Unterstützung von Unihockeyvereinen kleine Meisterschaften durchführen.

-         Den interessiertesten und besten  Mädchen und Jungen die Mitgliedschaft in den Sportvereinen empfehlen.

  

 

3 Unihockey in Deutschland

Als Sommervariante des Eishockey hat Unihockey seinen Ursprung in den 50er Jahren in den USA. Anfang der 70er Jahre wurde es in Schweden, Finnland und der Schweiz zur heutigen Spielform entwickelt. 1986 gründeten die nationalen Verbände dieser Länder auch den Unihockey Weltverband, die International Floorball Federation (IFF). Heute zählt Unihockey nicht nur in diesen Ländern zu den beliebtesten Sportarten.

 

Anfand der 80er Jahre wurde auch Deutschland vom „Unihockeyfieber“ erfasst. Die schwedische Firma UNIHOC Sport AB Göteborg und deren Exklusivpartner Sport-Thieme Grasleben führten das Spiel in Schulen und Vereinen ein. Noch heute sind beide Unternehmen Hauptsponsoren des 1992 gegründeten Deutschen Unihockey Bundes (DUB). Durch zahlreiche Projekte, seit 2004 auch unterstützt durch den Weltverband mit einem „Förderprogramm Deutschland“, kommen immer mehr Kinder und Jugendliche mit dem Unihockeyball und –schläger in Berührung und „bleiben daran kleben“.

 

Situativ kann Unihockey unter nahezu allen Bedingungen gespielt werden. In den Anfangsjahren wurde Unihockey fast ausschließlich in der Mixed-Variante (je zwei weibliche und männliche Spieler bilden ein Team) auf kleine Tore (60 x 90 cm) und ohne Torwart gespielt. Besonders in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg schreitet die Entwicklung derzeit rasant voran. In immer mehr Bundesländern wird Unihockey in die Schullehrpläne für den Sportunterricht aufgenommen. In Sachsen (1998) und Sachsen-Anhalt (2002) fand das Spiel bereits Aufnahme in den Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“. In Hamburg wurde 2003 erstmals ein Schüler-Cup ausgetragen. In Schleswig-Holstein nahmen 2004 wiederum über 100 Schulteams an dem Unihockey-Schüler-Cup teil. Der Deutschland-Cup für Schulteams 2004 wurde in Grimma ausgespielt.

 

Der DUB und seine Landesverbände führen mittlerweile seit 1996/97 einen regelmäßigen Spielbetrieb in mehreren regionalen und nationalen Ligen für Jugend-, Junioren-, Damen- und Herrenmannschaften durch. Diese Entwicklung wird mittelfristig auch in Deutschland zur Etablierung des Unihockeysports unter den großen Teamsportarten und zur Aufnahme in den Deutschen Sportbund führen.

 

 

4 Daten und Fakten - Unihockey national und international 

1986

Schweden, Finnland und die Schweiz gründen die International Floorball Federation (IFF / Unihockey Weltverband).

 

1992

Gründung Deutscher Unihockey Bund (DUB) in Clausthal-Zellerfeld.

Erste deutsche Mixed-Meisterschaft in Dortmund.

 

1993

Erster Europacup der Damen und Herren, das Championat der besten Vereinsmannschaften wird jährlich im Januar ausgetragen.

 

1994

Erstes Länderspiel der Herren gegen Tschechien in Konstanz.

 

1995

Erste Deutsche Meisterschaft im Großfeld in Konstanz.

 

1996

Erste WM der Herren in Stockholm, die Herren-WM wird aller zwei Jahre ausgetragen.

 

1997

Start der Bundesliga Großfeld der Damen.

Gründung erster Landesfachverband: Unihockey Bund Sachsen-Anhalt.

Erste WM der Damen in Finnland, die Damen-WM wird aller zwei Jahre ausgetragen.

 

1998

Start der Bundesliga Großfeld der Herren.

Gründung Sächsischer Unihockey Verband.

 

2000

Deutschland wird B-Weltmeister der Herren und steigt wieder in die A-Gruppe auf.

 

2001

Ausrichtung der 1. U19 WM der Herren in Mitteldeutschland mit Austragungszentrum Stadt und Landkreis Weißenfels.

Gründung Niedersächsischer Unihockey Bund.

 

2002

Im Rahmen des Deutschen Turnfestes wird in Leipzig der 1. Deutsche Schülercup ausgetragen, der 2003 in Quedlinburg und 2004 in Grimma seine Fortsetzung findet.

In Ilsenburg und Wernigerode werden die 1. German Open mit einem 4-Nationenturnier der Herren durchgeführt.

Gründung Unihockey Bund Schleswig-Holstein.

Erste WM der Studenten in Schweden.

 

2004

Europapokalendrunde der Damen und Herren in Weißenfels.

Die IFF beschließt das „Förderprogramm Deutschland“.

Gründung der Unihockeyverbände in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

Eurosport überträgt erstmals live von der Herren-WM aus Zürich.

Erste U19 WM der Damen in Finnland.

 

2005

Damen-WM in Singapur

IFF vergibt die U19-WM der Damen für 2006 an Deutschland

 

 

5 Das Material

Der Stock

Mittlerweile gibt es unzählige Unihockeystöcke in den unterschiedlichsten Varianten, unter denen für jeden Spieler ein passender zu finden ist. Ein Stock kostet zwischen 5,- und ca. 125,- €. Deren Haltbarkeit gewährt bei sportartgerechtem Einsatz eine mehrjährige Benutzung.

 

Wichtig für jeden Spieler ist die richtige Länge des Stockes. Gerade vor sich auf den Boden gestellt, sollte das Schaftende zwischen Bauchnabel und Brustbein reichen. Zu lange Stöcke dürfen nur von oben her gekürzt werden. Dazu wickelt man das Griffband ab, kürzt den Stock entsprechend der individuellen Körpergröße und befestigt das Griffband wieder. Das Schaufelblatt, auch Kelle genannt, kann bei Bedarf ausgewechselt werden. Zur besseren Ballkontrolle wird es üblicherweise in die Vorhandseite hinein leicht gebogen, dabei darf das Schaufelblatt eine maximale Krümmung von 3 Zentimetern haben. Weitere Änderungen an den Stöcken sind nicht zu lässig. Die Spielmaterialien sind mit ihren Grenzwerten in Gewicht, Länge, Fläche und Durchmesser von der IFF standardisiert.

 

Für Vorschul- und Schulkinder eignet sich eine weichere Schaufel und ein weicherer Schaft. Fortgeschrittene Spieler und vor allem Angriffsspieler verwenden meist härtere Stöcke. Diese ermöglichen schärfere Pässe und Schüsse, erfordern aber auch eine bessere Technik.

 

Der Ball

Der Kunststoffball hat einen Durchmesser von 72 mm und besitzt 26 Löcher. Er wiegt 23 g, wodurch im Leistungsbereich hohe Fluggeschwindigkeiten (bis ca. 180 km/h) erreicht werden können. Bälle für den Spielbetrieb sind einfarbig weiß. Bei hellen Bodenbelägen können auch andersfarbige Bälle benutzt werden.

 

 

6 Kleine Regelkunde  

Die Regeln dienen dazu, die hohe Attraktivität des Unihockeyspiels mit seiner rasanten  Schnelligkeit und faszinierenden Stocktechnik zu fördern und die Spieler vor Verletzungen zu schützen. Die Autorität der Schiedsrichter und ein sportlich faires Verhalten der Spieler ist im Regelwerk verankert.

 

Verboten ist alles, was gefährlich ist. Für einfache Vergehen gibt es einen Freischlag zugunsten des anderen Teams, bei härteren Vergehen werden auch Zeitstrafen ausgesprochen. Für besonders grobe Vergehen kann ein Spieler mittels einer Matchstrafe vom weiteren Spielverlauf ausgeschlossen werden.

 

Das komplette Regelwerk ist bei der Geschäftsstelle des Deutschen Unihockey

Bundes oder über www.unihockey.de erhältlich.

 

Stockschlag:

Mit dem eigenen Stock gegen den Stock oder den Körper des Gegners zu schlagen, ist beim Unihockey nicht gestattet. Dies wird mit einem Freischlag geahndet. Bei wiederholten Vergehen wird eine Zweiminutenstrafe verhängt.

 

Unkorrekter Abstand:

Hält bei einem Frei- oder Einschlag ein Gegenspieler den nötigen Abstand (2m bei Kleinfeld, 3m bei Großfeld) nicht ein, wird eine Zweiminutenstrafe verhängt.

 

Stoßen:

Das Stoßen eines Gegenspielers, das Festhalten oder das Schieben mit den Händen ist nicht

gestattet und wird mit einem Freischlag geahndet. Beim Stoßen eines Gegenspielers gegen das Tor oder die Bande wird eine Zweiminutenstrafe verhängt.

 

Fußpass:

Es ist nicht gestattet, den Ball absichtlich mit dem Fuß einem Mitspieler zu zuspielen, ein Tor zu erzielen oder sich den Ball mehr als einmal mit dem Fuß vorzulegen.

 

Hoher Stock:

Der Stock darf, wenn ein Gegenspieler in der Nähe ist, nur bis Hüfthöhe ausgeschwungen werden. Die Ausholbewegung ist grundsätzlich auf Hüfthöhe beschränkt. Über Kniehöhe darf der Ball nicht mit dem Stock gespielt werden.

Im Schulsport sollte das Ausholen und Ausschwingen nur bis Kniehöhe zugelassen werden.

 

7 Unihockey Großfeld

Unihockey Großfeld ist die Königsdisziplin dieser Sportart. Alle internationalen Meisterschaften und Wettbewerbe (Länderspiele, Europapokal, Weltmeisterschaften) und die höchste Spielklasse des DUB, die Bundesliga der Damen und Herren sowie die U19 Meisterschaften, werden in dieser Spielform ausgetragen.

 

Pro Mannschaft spielen fünf Feldspieler und ein Torwart. Der Torhüter hat keinen Stock und wehrt die Bälle ausschließlich mit dem Körper und meist kniend ab. Aus diesem Grund trägt er eine spezielle Schutzausrüstung: Torhütermaske, Pullover, Hose und Knieschoner. Insgesamt dürfen 20 Spieler pro Spiel eingesetzt werden. Die Auswechslung der Spieler kann jederzeit, muss aber in der dafür vorgesehenen Wechselzone erfolgen.

 

Die offizielle Spielfeldgröße beträgt 20 x 40m, die Spielfeldumrandung ist 50 cm hoch. Die Tore haben eine Größe von 160 x 115cm und abgerundete Ecken. Vor jedem Tor gibt es einen Schutzraum, den Feldspieler nicht betreten dürfen sowie einen Torraum (siehe Skizze), außerhalb dessen der Torhüter den Ball nicht mit den Händen spielen darf.

 

Die Spielzeit beträgt 3 x 20 effektive Minuten. Die Pausen zwischen den Dritteln dauern je 10 Minuten.

 

Da bei dieser Spielvariante eine Vielzahl an taktischen Möglichkeiten besteht, ist regelmäßiges Training durch geschulte Übungsleiter und Trainer unbedingte Voraussetzung für ambitionierte Großfeldteams.  Auf dem Großfeld stehen jedem Feldspieler im Durchschnitt  80 m² Spielfläche zur Verfügung, weshalb insbesondere der Athletik der Spieler eine große Bedeutung zu kommt.

 

8 Unihockey Kleinfeld

Beim Unihockey Kleinfeld stehen sich je drei Feldspieler und ein Torwart gegenüber, wobei bis zu 14 Spieler pro Team und Spiel eingesetzt werden können. Die Auswechslung der Spieler kann jederzeit, muss aber in der dafür vorgesehenen Wechselzone erfolgen.

 

Die Spielfeldgröße beträgt 14 bis 16 x  26 bis 28 m, die Spielfeldumbandung ist 50 cm hoch. Die Tore sind wie auf dem Großfeld 160 x 115 cm groß. Vor jedem Tor gibt es einen Schutzraum, den Feldspieler nicht betreten dürfen sowie einen Torraum (siehe Skizze), außerhalb dessen der Torhüter den Ball nicht mit den Händen spielen darf.

 

Die Spielzeit beträgt 2 x 20 min mit effektiver Zeitmessung in den letzten 3 Minuten der 2. Halbzeit. Die Halbzeitpause dauert zwischen 5 und 10 Minuten.

 

Kinder und Jugendliche, Damen und Herren spielen in regional organisierten Ligen der Landesverbände. Diese Variante bietet vor allem kleineren Vereinen, Einsteigern und breitensportlich orientierten Gruppen die Möglichkeit, an einem organisierten Spielbetrieb teilzunehmen. In der höchsten Spielklassen werden in allen regionalen Staffeln zunächst die Staffelbesten ermittelt und am Ende der Saison in Play offs über die Vergabe des Deutschen Kleinfeld Meisters des DUB entschieden.

 

 

9 IFF-Förderprogramm für Deutschland 

Im Vergleich zu den führenden Unihockey-Nationen nimmt Deutschland noch die Position eines Zwerges oder auch „schlafenden Riesens“ ein. Im Ergebnis der bisher in Deutschland erfolgreich durchgeführten 1. U19 WM der Herren 2001 und des Europapokals 2004 sowie des zweifellos vorhandenen Potentials an interessierten Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Spielern, beschloss die IFF 2004 ein „Förderprogramm Deutschland“.

 

Ziel der vereinbarten materiellen und ideellen IFF-Unterstützung  ist die Verbreiterung der Mitgliederbasis, die Erhöhung der Anzahl der Vereine und lizenzierten Spieler und Spielerinnen sowie die Heranführung des Leistungsvermögens der deutschen Nationalmannschaften an internationales Niveau. Von derzeit ca. 2 800 Mitgliedern soll die Anzahl der im DUB organisierten Unihockeyspieler jährlich um ca. 1 000 steigen. Zur Realisierung dieser ehrgeizigen Zielsetzung wird insbesondere in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Berlin, Bayern und Niedersachsen ein umfangreiches Fortbildungsprogramm zur Einführung des Unihockeyspiels an Schulen und zur Gründung von Vereinen umgesetzt. Erfahrene und geschulte DUB-Fortbildner stehen insbesondere in den genannten Bundesländern zur Realisierung dieser Aufgaben sowohl anleitend als auch beratend bereit. Ebenso werden neben den Kultusministerien die Sportlehrerverbände und Landessportbünde in das Fortbildungsprogramm einbezogen.  Natürlich werden darüber hinaus auch Aktivitäten in allen anderen Teilen Deutschlands unterstützt.

 

Der DUB und Sport-Thieme fördern jede Gründung und DUB-Mitgliedschaft eines Unihockeyvereins oder –abteilung mit einem Materialgutschein in Höhe von 250,- €. Darüber hinaus erhalten die Neumitglieder umfangreiche Anleitungsunterlagen zur Aufbauarbeit von und in den neuen Gruppen.

 

 

 

10 Unihockey International

Der Deutsche Unihockey Bund (DUB) trat 1994 dem 1986 gegründeten Weltverband, der „International Floorball Federation“(IFF) bei. Die IFF ist seit 1996 Ausrichter von Weltmeisterschaften, wurde im Mai 2004 Mitglied des Weltsportbundes (GAISF) und strebt für 2020 die Aufnahme der Sportart ins olympische Programm an. Derzeit sind über 35 Nationen von allen fünf Kontinenten in der IFF organisiert. Aktuell sind innerhalb des Weltverbandes über 200 000 lizenzierte Spieler aktiv, darunter über 45 000 Frauen.

Die größten Unihockey-Nationen sind Schweden mit ca.120 000, Finnland mit ca. 35 000, die Schweiz mit ca. 25 000 und Tschechien mit über 23 000 Mitgliedern.

Die letzten WM-Titelgewinne gingen bei den Damen 2005 an die Schweiz, der U19 Titel der Herren 2005 an Schweden und der der Herren 2004 an Schweden. Das beste Ergebnis einer deutschen Herrennationalmannschaft war der Gewinn der B-Weltmeisterschaft 2000 in Oslo und der damit verbundene Aufstieg in die A-Gruppe. 2004 belegte das deutsche Team Platz 9. Die deutsche Damennationalmannschaft belegte 2005 in Singapur den 4. Platz in der B-Gruppe.

Langfristig strebt der Deutsche Unihockey Bund über eine bundesweite Verbreitung des Unihockeysports in den Schulen und Vereinen sowie die Leistungsförderung über die Landesverbände und die Auswahlteams des DUB den Anschluss an das internationale Leistungsniveau an. Mit dem „IFF-Förderprogramm Deutschland“ soll den Talenten und Förderern des Unihockeysports die außergewöhnliche Attraktivität des schnellsten Mannschaftsspiels der Welt auch hierzulande näher gebracht werden.

IFF: www.floorball.org

 

 

 

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